Das Regionale Psychotraumanetzwerk Trier

Das Regionale Psychotraumanetzwerk Trier kann mittlerweile auf eine mehrjährige und bewegte Geschichte zurückblicken. Es wurde am 15.04.2010 als ein berufsübergreifender Arbeitskreis gegründet. Ziel des Netzwerkes ist es, Hilfsangebote für Opfer von Monotraumatisierung (Unfall, Überfall, Vergewaltigung etc.), Komplextraumatisierung (mehrfacher sexueller Traumatisierung in Kindheit und Jugend, u.a. auch durch Verwahrlosung und Vernachlässigung) sowie nach Großschadenslagen (z.B. Amoklauf Massenunfällen) schneller bereitzustellen und auch entsprechende Angebote zu schaffen.

Im Rahmen des Austauschs und der Kooperation mit anderen Hilfs- und Unterstützungseinrichtungen sollen Opfer rasche, fachlich fundierte und effektive Hilfe erfahren. Die konkreten Ziele des Netzwerks umfassen deshalb die Vernetzung der Helfenden, die Vermittlung oder Leistung von Notfallversorgung (auch stationär) sowie die gegenseitige Information. Dazu dienen Angebote der Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Vorträgen und Tagungen zum Thema Psychotraumatologie. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Austausch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung.

Die "Steuerungsgruppe" trifft sich regelmäßig ca. alle 6 bis 8 WOchen zur Bearbeitung der vorher festgelegten Tagesordnung. Diese Treffen dienen vor allem dem fachlichen Austausch, der Vernetzung und der Organisation von Veranstaltungen, aber auch der Überprüfung des bisher Erreichten. Bei Bedarf werden KooperationspartnerInnen oder ExpertInnen eingeladen. Ausführliche Protokolle machen die Arbeit nach außen hin transparent und nachvollziehbar. Darüber hinaus wird zwei Mal im Jahr ein Newsletter verfasst, der von den Aktivitäten des Arbeitskreises berichtet. Die Newsletter enthalten u.a. Veranstaltungshinweise für den Fachbereich Psychotraumatologie, auch auf überregionale Tagungen und Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wird hingewiesen.


Einen ausführlichen Artikel über die Geschichte und die Arbeit des Psychotraumanetzwerks Trier finden Sie in dem kürzlich erschienen Buch Herausforderung Trauma.